Torschützenkönig Wetten in Österreich – Quoten, Anbieter und Rechtslage
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Wer auf den Torschützenkönig einer Liga, einer Europameisterschaft oder einer Weltmeisterschaft setzt, lässt sich auf monatelanges Warten ein. Bis der Wettbewerb entschieden ist, bleibt der Einsatz gebunden, die Quote steht, und ein Ausstieg gibt es allenfalls als Cash-Out, nicht als selbstverständliche Rückzahlung. Auf dieser Seite stehen die Bedingungen, unter denen österreichische Wettkunden und Wettkundinnen diese Wette platzieren können: wer in Österreich eine Bewilligung hat, wie die Quote entsteht, was die 5 %-Wettgebühr ausmacht und welche Anbieter ohne österreichische Bewilligung im Umlaufverhältnis bleiben.
Stand: 29 Oktober 2026 · geprüft gegen die Wettordnungen, Impressen und AGB der genannten Anbieter.
Rechtslage in Österreich: Warum Sportwetten kein Glücksspiel im Bundesrecht sind
Sportwetten fallen in Österreich nicht unter das Glücksspielgesetz des Bundes. Der Verwaltungsgerichtshof hat das bereits 2015 festgestellt: Die klassische Sportwette ist ein Geschicklichkeitsspiel und steht damit außerhalb der GSpG-Regeln. Die Folge ist eine ungewöhnliche Konstruktion: Es gibt keine bundesweite Lizenz, keine nationale Liste der Anbieter, keine nationale Aufsichtsbehörde und kein bundesweites Sperrregister für Sportwetten.

Was es gibt, sind neun Landesgesetze. Jedes Bundesland regelt Sportwetten in seinem eigenen Wettgesetz und vergibt eine eigene Bewilligung. In Niederösterreich ist das das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020), zuständig ist die NÖ Landesregierung; tipp3 und die Sportwetten-Sparte von win2day nennen einen Bescheid dieser Behörde vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020). Wien hat das Wiener Wettengesetz, Oberösterreich das Oö. Wettgesetz, Tirol eine eigene Regelung. Wer in einem Bundesland wettet, schaut in das Wettgesetz dieses Bundeslandes – und auf die Bewilligung, die der Anbieter dort vorlegt.
Welche Behörde zuständig ist und was sie prüft
Die Landesregierungen sind die Bewilligungsbehörden. Sie prüfen den Antragsteller, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Spielerschutzmaßnahmen. Eine Konzession im Sinn des GSpG vergeben sie nicht: Diese ist Lotterien und Spielbanken vorbehalten. Wer eine österreichische Sportwetten-Bewilligung vorlegt, bekommt sie von einem Bundesland, nicht vom Bund.

Für Online-Wetten kommt eine Besonderheit dazu. Die Landesgesetze binden die Bewilligung an den Ort, von dem aus der Anbieter die Wett-Daten bereitstellt. Der Verwaltungsgerichtshof hat das im April 2026 noch einmal bestätigt: Wer seine Server in einem anderen Bundesland oder im Ausland stehen hat, fällt möglicherweise nicht unter das Wettgesetz des Bundeslandes, in dem die Wette gespielt wird. Für Anbieter heißt das: Die Bewilligung, die sie veröffentlichen, nennt das Bundesland, in dem der Server steht. Für Wettkunden heißt das: Die österreichische Bewilligung ist eine Standortfrage, kein Qualitätsurteil über die Wettquoten.
Was die Wettgebühr mit der Quote macht
Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von 5 Prozent. tipp3 trägt diese Gebühr bei verlorenen Wetten selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent des Gewinns abgezogen. Die Gebühr ist im §33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG geregelt, geändert durch BGBl. I Nr. 7/2025. Sie wird von demjenigen geschuldet, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt – nicht vom Spieler. Die Pflicht greift auch dann, wenn die Wette aus Österreich bei einem im Ausland sitzenden Anbieter platziert wird. Ob und wie ein Anbieter die Gebühr in seinen Quoten einkalkuliert, ist seine eigene Entscheidung.
Beispiel: 10 € Einsatz, Quote 2,00. Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 €, möglicher Gewinn 19 €. Was davon beim Wettkunden ankommt, hängt davon ab, ob der Anbieter den Abzug am Gewinn vornimmt oder die Quote vorab entsprechend kürzt.
Spielerschutz bei Langzeitwetten: Warum das Budget wichtiger wird, je länger die Wette läuft
Eine Wette auf den Torschützenkönig bleibt Monate offen. Das verändert das Risiko. Wer50 € auf einen Stürmer der österreichischen Bundesliga setzt, hat dieses Geld über eine ganze Saison gebunden – und kann es nicht einfach abrufen, wenn die Verletzung kommt oder der Trainer wechselt. Cash-Out mildert das, aber nur, wenn der Anbieter einen anbietet, und auch dann nie zum ursprünglichen Einsatz.
Selbstsperre wirkt nur beim Anbieter, bei dem sie beantragt wird
In Österreich gibt es für Sportwetten kein bundesweites Sperrregister. tipp3 etwa bietet eine Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten (das Guthaben bleibt im Konto) und eine Selbstsperre von einem, zwei oder drei Jahren (das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen). Beide Sperren sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Die Sperre gilt nur bei tipp3. Wer auch bei einem anderen Anbieter sperren will, muss dort erneut beantragen.
Eine zentrale Sperre, wie sie das Glücksspielreformgesetz 2026 für andere Glücksspiele plant, ist für Sportwetten nicht vorgesehen. Auch ein bundesweites Einzahlungslimit existiert für Sportwetten nicht – die einzigen Limits, die verbindlich sind, stehen in den Wettordnungen der einzelnen Anbieter. win2day etwa legt für unter 26-Jährige ein wöchentliches Einzahlungslimit von 250 € (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren ein monatliches Limit von 1.680 € fest, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit.
Wettsperren, Limits und wer wo hilft
Wer sich über das eigene Wettverhalten Sorgen macht, findet Hilfe bei playsponsible.at, der österreichischen Anlaufstelle für Spielerschutz. Die Wettanbieter selbst sind verpflichtet, ihre Kunden auf die Möglichkeit der Selbstsperre hinzuweisen. Eine Sperre, die über das Angebot eines einzelnen Anbieters hinausgeht, gibt es im Sportwetten-Bereich derzeit nicht.
Wettmärkte rund um den Tor-Scorer: Wie die Quote entsteht und wann sie sich bewegt
Eine Wette auf den Torschützenkönig ist eine Langzeitwette. Sie gehört zusammen mit dem Meistertitel zu den Klassikern des Wettangebots, und sie funktioniert nach denselben Regeln wie jede andere Outright-Wette: Die Quote steht früh, bewegt sich über die Saison und wird am Ende nach dem tatsächlichen Ergebnis abgerechnet.
Wie Buchmacher die Quote bilden
Die Quote auf den Torschützenkönig enthält zwei Dinge: die Wahrscheinlichkeit, mit der der Anbieter den Ausgang einschätzt, und seine Marge. Eine Quote von 8,00 auf einen Spieler bedeutet nicht, dass der Buchmacher glaubt, der Spieler werde mit einer Wahrscheinlichkeit von 12,5 Prozent Torschützenkönig – sondern, dass diese12,5 Prozent plus der Buchmacher-Marge in die Quote eingepreist sind. Der Quotenschlüssel, also der Anteil der Einsätze, den ein Markt im Durchschnitt an die Wettkunden zurückzahlt, liegt meist zwischen 90 und 95 Prozent. Was fehlt, ist die Marge – das, was der Anbieter behält.
Wettkunden merken den Unterschied an der Bewegung der Quote. Wenn der Spieler, auf den gewettet wurde, drei Tore in zwei Spielen schießt und die Quote sich verkürzt, hat der Markt ihn neu bewertet. Wenn ein Konkurrent verletzt ausfällt und die Quote plötzlich sinkt, weil das Feld kleiner geworden ist, passiert das Gleiche. Wer seine Wette früh platziert, sichert sich die Quote, die zum Zeitpunkt der Platzierung galt.
Welche Wettformen in Frage kommen
Auf den Torschützenkönig wird in der Regel als Einzelwette gesetzt. Bei tipp3 sind Einzelwetten ab einer Quote von 1,06 erlaubt; niedrigere Quoten gehen nur in Kombiwetten oder Systemwetten. In einer Kombiwette lassen sich drei bis zehn Tipps verbinden. Bei einer Wette auf den Torschützenkönig als Teil einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten, aber alle Tipps müssen gewinnen, damit die Wette insgesamt aufgeht.
Livewetten sind für die Torschützenkönig-Wette praktisch irrelevant: Sie wird vor dem Wettbewerb platziert und läuft über die ganze Saison. Was die Livewetten-Regeln trotzdem berühren, ist die Unterbrechung der Wettannahme bei spielentscheidenden Szenen. Bei tipp3 etwa wird die Annahme bei einem Elfmeter unterbrochen, bis der Ausgang feststeht.
Wann die Wette gewonnen ist und was bei Gleichstand passiert
Die Wette ist gewonnen, wenn der gewettete Spieler am Ende der Saison oder des Turniers die meisten Tore erzielt hat. Stehen zwei Spieler mit gleicher Torzahl am Ende, hängt die Auszahlung von der Wettordnung des Anbieters ab. Üblich sind zwei Lesarten: Entweder teilen sich die Spieler den Titel und die Wette wird als halbgewonnen gewertet, oder die Quote wird entsprechend angepasst. Welche Lesart gilt, schreibt jeder Anbieter in seine Wettbedingungen – wer auf einen Spieler mit knapper Führung setzt, sollte diese Stelle lesen, bevor er abgibt.
Top-Liste:10 Anbieter für eine Wette auf den Torschützenkönig in Österreich
Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter, die in Österreich für Sportwetten erreichbar sind. Die ersten sechs nennen eine Bewilligung eines österreichischen Bundeslandes, die übrigen vier nicht. Beide Gruppen werden getrennt aufgeführt: Eine Bewilligung bedeutet, dass die Landesbehörde den Anbieter geprüft hat, sie ist kein Urteil über die Quote. Anbieter ohne österreichische Bewilligung sind nicht automatisch illegal, aber die österreichische Aufsicht erreicht sie nicht.
Überblick über die Anbieter
| Anbieter | Österreichische Bewilligung | Betreiber |
|---|---|---|
| tipp3 | NÖ Landesregierung, Bescheid 10.12.2020 | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. |
| win2day | NÖ Landesregierung, Bescheid 10.12.2020 | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Starsportwetten | Bewilligung veröffentlicht, Bundesland und Bescheidnummer fehlen | Star Sportwetten GmbH |
| Vierklee | Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0 | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Admiral | OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz | ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Merkur Bets | Bewilligung veröffentlicht, Bundesland und Bescheidnummer fehlen | nicht im Impressum benannt |
| BetLabel | ohne österreichische Bewilligung | Curaçao-Lizenz |
| Spinsino | ohne österreichische Bewilligung | Curaçao-Lizenz |
| Roostino | ohne österreichische Bewilligung | Curaçao-Lizenz |
| Slotuna | ohne österreichische Bewilligung | Anjouan-Lizenz |
tipp3 – die größte heimische Bewilligung und das engste Regelwerk
tipp3 ist die österreichische Sportwetten-Marke der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft mit Sitz in Wien. Das Impressum verweist auf das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 und nennt den Bescheid der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020. tipp3 ist damit im dichtesten Regelwerk des Marktes unterwegs: Einzelwetten erst ab Quote 1,06, Kombiwetten mit drei bis zehn Tipps, Cash-Out vor Spielende (während Quotenanpassungen ausgesetzt), Livewetten nur auf tipp3 und in den tipp3-Apps, und die Spielerschutz-Sperren (Spielpause 1/3/6 Monate, Selbstsperre 1/2/3 Jahre) sind nach dem Start nicht aufhebbar. Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die 5 %-Wettgebühr selbst, bei gewonnenen werden 5 % des Gewinns abgezogen.
Für eine Wette auf den Torschützenkönig heißt das: Die Quote steht über die ganze Saison, ein Ausstieg ist nur per Cash-Out möglich, und die Auszahlung erfolgt nach Ende des Wettbewerbs. Wer die Selbstsperre nutzt, gibt den Einsatz in dem Moment zurück, in dem die Sperre beginnt – Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen.
Die Bewilligung ist die vollständigste im Feld, der Anbieter hat aber kein erkennbares Alleinstellungsmerkmal bei der Torschützenkönig-Quote. Wer eine breite Bewilligung und ein klares Regelwerk sucht, ist hier richtig.
win2day – die Sportwetten-Sparte der österreichischen Lotterien
win2day gehört zur Österreichischen Lotterien Gesellschaft und ist die zweite Marke mit einer NÖ-Bewilligung vom 10.12.2020 für den Sportwetten-Bereich. Wichtig ist die Trennung: Die Lotterien und Casino-Spiele von win2day laufen unter der bundesrechtlichen GSpG-Konzession, die Sportwetten sind davon getrennt und unterliegen dem NÖ Wettgesetz. Die Wettordnung nennt Mindesteinsätze von 0,50 € pro Standardwette (0,10 € je Standardwette im System, mindestens 0,50 € insgesamt) und Höchsteinsätze von 500 € pro Standardwette und pro Systemwette. Der Höchstgewinn liegt bei 80.000 € pro Standardwette und 200.000 € pro Systemwette; Wetten, die ein Limit überschreiten, werden nicht angenommen.
win2day gibt für Sportwetten einen Einzahlungsrahmen vor: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche, ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Angeboten werden Einzelwetten, Kombiwetten, Langzeitwetten und Livewetten, in den Sportarten Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1.
Für die Torschützenkönig-Wette bringt win2day das solide Regelwerk mit, das tipp3 auch hat, dazu die klaren Limits. Wer wissen will, wie viel er maximal einzahlen darf, findet die Antwort hier schneller als anderswo.
Starsportwetten – Bewilligung im Detail unklar
Starsportwetten nennt im Google-Play-Eintrag einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Welches Bundesland den Bescheid erlassen hat und welche Bescheidnummer er trägt, veröffentlicht der Anbieter nicht. Damit lässt sich die Bewilligung nicht eindeutig einem Wettgesetz zuordnen, was die Überprüfung erschwert.
Inhaltlich ist die Marke weniger dokumentiert als tipp3 oder win2day. Wer hier wettet, akzeptiert eine Bewilligung, deren Rahmen er nicht vollständig nachvollziehen kann.
Vierklee – Tiroler Bewilligung und ein klares Gewinn-Limit
Vierklee Wettbüro GmbH nennt eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0). Die Wettbedingungen setzen einen Höchstgewinn von 15.000 € pro Einzel- oder Kombinationswette (ebenso pro Systemwette) und 50.000 € pro Kunde und Woche für das gesamte Bundesgebiet Österreich. Wer auf einen Torschützenkönig zu einer Quote von 8,00 mit 2.000 € Einsatz wettet, würde16.000 € erwarten – und liegt über dem Limit. Die Wette wird in dieser Form nicht angenommen.
Die Tiroler Bewilligung ist die spezifischste im Feld. Das harte Wochenlimit macht den Anbieter für Hochquoten-Wetten weniger geeignet als für mittlere Einsätze.
Admiral – die Novomatic-Marke mit OÖ-Bewilligung
ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen gehörte zur Novomatic-Gruppe, gegründet von Walter Grubmüller, an der Wiener Börse notiert von 2001 bis 2006. Heute trägt die Marke eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Die Marke ist vor allem über das Wettterminal-Netz in den Annahmestellen bekannt und hat einen festen Platz im heimischen Markt.
Für eine Torschützenkönig-Wette bringt Admiral die Bewilligung eines Bundeslandes mit, das – nach den verfügbaren Quellen – konkrete Regeln zu Livewetten und Einsatzlimits hat (Oberösterreich: Livewetten nur auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse oder auf den nächsten Torschützen, Höchsteinsatz 500 € pro Wette). Wer Admiral nutzt, akzeptiert diese Grenzen.
Merkur Bets – neue Marke, Bewilligung noch unklar
Die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group, früher Cashpoint mit Sitz in Gerasdorf bei Wien (gegründet 1996), tritt seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets auf. Das Impressum nennt eine Bewilligung, aber weder das Bundesland noch die Bescheidnummer werden veröffentlicht. Damit gilt für Merkur Bets dasselbe wie für Starsportwetten: Die Bewilligung ist da, lässt sich aber nicht eindeutig einem Wettgesetz zuordnen.
Wer die Marke nutzt, sollte vor der ersten Einzahlung die Veröffentlichung der Bewilligung prüfen.
BetLabel – ohne österreichische Bewilligung, mit Curaçao-Lizenz
BetLabel bewirbt auf der deutschsprachigen Startseite einen 100 %-Bonus bis zu 100 € auf die erste Einzahlung. Die Bewilligung für Österreich: keine. Die Lizenz, die der Anbieter nennt, ist die von Curaçao. Die österreichische Aufsicht reicht an den Anbieter nicht heran, eine Selbstsperre nach österreichischem Recht gibt es hier nicht.
Für die Torschützenkönig-Wette bedeutet das: Die Quote kann anders kalkuliert sein als bei heimischen Anbietern, der Spielerschutz hängt allein an den Geschäftsbedingungen von BetLabel.
Spinsino – ohne österreichische Bewilligung
Spinsino ist beim Aufruf als mexikanisches Angebot aufgebaut (spanische Texte, Zahlungsarten OXXO, SPEI, Mercado Pago und CoDi). Eine deutsche oder österreichische Version wurde nicht gefunden. Die Lizenz, die der Anbieter nennt, ist die von Curaçao. Für Österreich: keine Bewilligung.
Wer hier wettet, hat keinen österreichischen Ansprechpartner bei Problemen mit der Auszahlung.
Roostino – ohne österreichische Bewilligung, mit 5-facher Umsatzanforderung
Den Sport-Willkommensbonus von Roostino müssen Kunden aus Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz 5-mal (Einzahlung plus Bonus) umsetzen, übrige Länder 6-mal, mit Einzelwetten ab Quote 2,0 oder Kombiwetten ab Quote 1,5 je Auswahl. Einzahlungen per Skrill oder Neteller zählen nicht. Auch hier: Keine österreichische Bewilligung, Lizenz in Curaçao.
Für die Torschützenkönig-Wette heißt das: Eine Wette zu Quote 8,00 zählt als Einzelwette, aber das Bonusgeld muss 5-fach umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Wer den Bonus annimmt, bindet sich über viele weitere Wetten.
Slotuna – ohne österreichische Bewilligung, mit Anjouan-Lizenz
Slotuna nennt eine Lizenz aus Anjouan (ALSI-152406028-FI2). Für Sportwetten gilt: Mindestquote 1,5 je Auswahl in Kombiwetten, Umsatz innerhalb von 30 Tagen, pro Wette zählen höchstens 50 € zum Umsatz, Einzahlungen per Skrill oder Neteller sind nicht bonusberechtigt. Auch hier: Keine österreichische Bewilligung.
Die Wettgebühr von 5 % greift bei ausländischen Anbietern ebenfalls, wenn die Wette aus Österreich platziert wird. Pflichtig ist der Anbieter, nicht der Wettkunde.
Was eine Beispielwette auf den Torschützenkönig zahlt: Eine Rechnung mit angenommenen Quoten
Wer10 € auf einen Spieler zur Quote 8,00 setzt und die Wette gewinnt, bekommt 80 € zurück. Das ist die Bruttosumme – Einsatz plus Gewinn. Zieht man den Einsatz ab, bleibt ein Reingewinn von 70 €.
Die Quote8,00 ist hier als Beispiel gewählt, nicht als konkrete Empfehlung. Langzeitwetten auf den Torschützenkönig notieren je nach Sport, Wettbewerb und Zeitpunkt der Platzierung in einer breiten Spanne. Wer früh wettet, bekommt höhere Quoten, aber auch mehr Unsicherheit über die Saison. Wer spät wettet, sieht die Quote gesunken, wenn der Spieler führt – und steigt damit in einen Markt ein, der die Wahrscheinlichkeit bereits neu bewertet hat.
Von der Bruttosumme von 80 € zieht der Anbieter, wenn er die Wettgebühr so umsetzt wie tipp3, 5 % des Gewinns ab: 5 % von 70 € sind 3,50 €. Übrig bleiben 76,50 €. Bei Anbietern, die die Gebühr in die Quote einkalkulieren, ist die Bruttoquote niedriger, dafür entfällt der Abzug am Ende.
Eine Wette auf den Torschützenkönig ist kein Tipp, wer gewinnt. Sie ist eine Wette auf eine Quote, die ein Anbieter für wahrscheinlich genug hält, um sie anzubieten – und auf einen Spieler, dessen Torquote über die Saison halten muss. Der Wert der Quote ist eine Rechengröße, keine Vorhersage.
Häufige Fragen zum Wetten auf den Torschützenkönig in Österreich
Welche Faktoren beeinflussen die Quote bei Wetten auf den WM-Torschützenkönig?
Der Zeitpunkt der Platzierung, die Torquote des Spielers in der Vorsaison, die Gruppenphase und der Kader seines Teams, ob der Spieler Elfmeter schießt, sowie die Verletzungs- und Sperrensituation über das Turnier. Die Quote bewegt sich mit jedem Tor, mit jeder Verletzung und mit jeder neuen Konkurrenz, die im Turnierverlauf auftaucht.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge darin?
Die Auszahlung ist Einsatz × Quote. Der Buchmacher behält eine Marge, die in der Quote eingepreist ist. Beispiel: Einsatz 10 €, Quote 8,00 – Auszahlung 80 € brutto, davon 5 % Wettgebühr auf den Gewinn (sofern der Anbieter diese Form wählt). Der Reingewinn nach Einsatz und Gebühr liegt entsprechend niedriger.
Was geschieht mit der Wette, wenn zwei Spieler am Ende der Saison gleich viele Tore haben?
Die Auszahlung richtet sich nach der Wettordnung des Anbieters. Manche werten die Wette als halbgewonnen, andere passen die Quote an, wieder andere erstatten den Einsatz. Welche Lesart gilt, steht in den AGB des Anbieters und sollte vor der Platzierung geprüft werden.
Gilt die Wettgebühr von 5 % auch bei Langzeitwetten, und wer trägt sie?
Ja, die Wettgebühr gilt für alle Einsätze auf Sportwetten seit dem 1. April 2025. Sie wird von demjenigen geschuldet, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt – also vom Anbieter, nicht vom Spieler. Wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung: tipp3 trägt sie bei verlorenen Wetten selbst und zieht sie bei gewonnenen vom Gewinn ab. Andere Anbieter kalkulieren die Gebühr in die Quote ein.
Wer erteilt in Österreich die Bewilligung für Sportwetten, und gibt es eine bundesweite Liste zugelassener Anbieter?
Die Bewilligung erteilt die Landesregierung des jeweiligen Bundeslandes nach dessen Wettgesetz. Eine bundesweite Liste der Anbieter gibt es nicht. Wer eine Bewilligung sucht, liest das Impressum oder die Wettordnung des Anbieters – dort steht, welches Bundesland den Bescheid erteilt hat.
Gilt eine Selbstsperre bundesweit oder nur beim Anbieter, bei dem sie beantragt wurde?
Sie gilt nur beim Anbieter, bei dem sie beantragt wurde. Für Sportwetten gibt es in Österreich kein zentrales Sperrregister – im Gegensatz zur GSpG-Reform 2026, die ein solches Register für andere Glücksspiele vorsieht. Wer bei mehreren Anbietern sperren will, muss bei jedem einzeln beantragen.
Dieser Beitrag wurde vom Team von Motorsportwetten Hub erstellt.
